꧁Raum der Wünsche꧂

Ein Ort, an dem Du einfach SEIN darfst

 

 

Der Raum der Wünsche ist ein offener Begegnungs-, Rückzugs- und Möglichkeitsraum im HAUSzwei. Er ist für Menschen gedacht, die einen Ort suchen oder brauchen, an dem sie ankommen, durchatmen, kreativ sein, spielen, lernen, musizieren, reden oder einfach da sein dürfen.

 

Der Name ist bewusst doppeldeutig gewählt. Es geht nicht nur um einen realen Raum mit Möbeln, Instrumenten, Spielen, Büchern und Technik. Es geht auch um einen sozialen und persönlichen Raum: einen Raum für Wünsche, Bedürfnisse, Begegnung, Ruhe, Kreativität, Entwicklung und neue Ideen.

 

Der zentrale Gedanke lautet:   Ein Ort, an dem du einfach SEIN darfst.

 

Im Raum der Wünsche muss niemand etwas leisten, erklären oder rechtfertigen. Wer kommt, darf erst einmal da sein. Allein, mit Freundinnen und Freunden oder mit Menschen, die ähnliche Interessen haben. Der Raum ist offen für Menschen unabhängig von Herkunft, sozialem Status, Geschlecht, Hautfarbe, Weltanschauung, Religion oder persönlicher Lebenssituation.

 

Kinder können den Raum in Begleitung einer verantwortlichen Person nutzen. Jugendliche können ihn je nach Situation und Reife ab etwa 13 bis 14 Jahren auch eigenständiger nutzen.

 

 

Ursprung der Idee

Die Grundidee des Raumes ist literarisch-fantastisch inspiriert von der Vorstellung eines besonderen Raumes, der sich nach dem richtet, was Menschen gerade brauchen.

 

Diese Idee wurde bewusst nicht als Kopie verstanden, sondern in einen realen sozialen Kontext übertragen: Aus einer magischen Erzählidee wird ein echter Ort für Begegnung, Rückzug, Kreativität, Spiel, Musik, Lernen und persönliche Entwicklung.

 

Der Raum der Wünsche greift dieses Motiv auf eigene Weise auf. Er fragt nicht zuerst, wer jemand ist, woher jemand kommt oder warum jemand da ist. Er öffnet Möglichkeiten.

 

Manchmal braucht ein Mensch Ruhe.   
Manchmal braucht er Austausch.           
Manchmal braucht er Musik, Spiel, Motivation, ein Gespräch, eine Aufgabe oder einfach einen sicheren Ort.

 

Der Raum der Wünsche versucht, genau dafür Platz zu schaffen.

 

 

Grundidee

Der Raum der Wünsche ist kein klassischer Kursraum, kein reiner Jugendclub und kein festgelegtes Freizeitangebot. Er ist ein flexibler Ort, der sich an den Menschen orientiert, die ihn nutzen.

 

– Man kann hier aktiv sein, aber man muss es nicht.            
– Man kann mit anderen ins Gespräch kommen, aber man darf auch für sich bleiben. 
– Man kann etwas lernen, ausprobieren, spielen oder gestalten, aber man darf auch einfach nur ankommen und zur Ruhe kommen.

 

Gerade diese Offenheit macht den Raum besonders. Er bietet Möglichkeiten, ohne zu überfordern. Er lädt ein, ohne zu drängen. Er schafft Gemeinschaft, ohne Anwesenheit an Bedingungen zu knüpfen.

 

Leise Nutzung: Rückzug, Ruhe und Ankommen

Der Raum der Wünsche kann leise genutzt werden.

 

Er ist dann ein Rückzugsort, ein Ort zum Lesen, Chillen, Nachdenken, Lernen, Schreiben, Spielen oder einfach zum Runterkommen. Menschen können hier Zeit verbringen, ohne an einem festen Angebot teilnehmen zu müssen.

 

Die leise Nutzung ist ein wichtiger Bestandteil des Konzepts. Nicht jeder Mensch braucht immer Aktion, Programm oder Gespräch. Manchmal braucht es einfach einen geschützten Ort, an dem man sich wohlfühlen darf.

 

Der Raum bietet Platz für ruhige Gespräche, persönliche Orientierung, Deep-Talk, kleine Denkpausen, konzentriertes Arbeiten oder entspanntes Beisammensein.

 

Laute Nutzung: Musik, Spiel, Kreativität und Begegnung

Der Raum der Wünsche kann auch laut und aktiv genutzt werden.

Wer möchte, kann Instrumente ausprobieren, gemeinsam Musik machen, jammen, Gesellschaftsspiele spielen, Schach lernen, kreativ arbeiten, an Computern arbeiten oder an kleinen Workshops und Angeboten teilnehmen.

 

Möglich sind unter anderem:

Gitarrenunterricht, gemeinsames Musizieren, Schach, IT-Unterstützung, Webdesign, kreative Angebote, Kochen, Yoga, Motivationstraining, Spieleangebote, Lernunterstützung, Gespräche und kleinere Kurse.

Diese Angebote sind nicht starr festgelegt. Sie können sich aus Interessen, Bedarfen, Ideen und den Fähigkeiten der Menschen entwickeln, die den Raum nutzen oder mitgestalten möchten.

 

Der Raum der Wünsche lebt davon, dass Menschen nicht nur teilnehmen, sondern auch etwas einbringen können.

 

 

Pädagogischer Rückhalt

Der Raum der Wünsche wird mit pädagogischem Rückhalt begleitet.

 

M!ke Reiche ist staatlich anerkannter Erzieher und bringt fachliche Erfahrung, soziale Verantwortung, Kreativität, Projektarbeit und einen ressourcenorientierten Blick auf Menschen mit ein.

Die pädagogische Haltung des Raumes ist offen, respektvoll und nicht bewertend. Menschen werden nicht auf Probleme reduziert. Sie werden als Menschen mit Bedürfnissen, Fähigkeiten, Erfahrungen, Fragen, Ideen und Entwicklungsmöglichkeiten gesehen.

 

Die Begleitung versteht sich nicht als Kontrolle, sondern als verlässlicher Rahmen. Es geht um Ansprechbarkeit, Orientierung, Schutz des gemeinsamen Miteinanders und Unterstützung, wenn sie gebraucht wird.

 

Grundlage des Raumes sind Respekt, Rücksichtnahme, Offenheit und achtsamer Umgang miteinander.

 

 

Raumstruktur und Themeninseln

Der Raum ist flexibel eingerichtet und in verschiedene Themeninseln gegliedert. Dadurch kann er unterschiedlich genutzt werden: allein, zu zweit, in kleinen Gruppen oder für gemeinsame Angebote.

 

Zum Raum gehören unter anderem:

– Lesebereich
– Schachbereich
– Musikbereich
– Computer- und IT-Bereich
– Spielebereich
– Lern- und Bildungsbereich
– Chillbereich
– Gesprächs- und Begegnungsbereich

 

Die Bereiche können miteinander verbunden oder je nach Situation voneinander getrennt genutzt werden. Dadurch bleibt der Raum beweglich und passt sich dem jeweiligen Bedarf an.

 

Es gibt unterschiedliche Sitzmöglichkeiten wie Couch, Sitzsäcke, Sitzwürfel, Stühle, Tische, Schreibtische und Teppichbereiche. So entsteht eine Mischung aus Wohnzimmer, Kreativraum, Lernort und Treffpunkt.

 

 

Ausstattung

Die Ausstattung des Raumes unterstützt die vielseitige Nutzung.

 

Vorhanden sind unter anderem mehrere Gitarren, Keyboard, Trommel und weitere Begleitinstrumente, Kopfhörer, Laptops, PCs, Spielkonsole, Bücher, Gesellschaftsspiele, mehrere Schachspiele, Geschirr, Sitzsäcke, Sitzwürfel, Tische, Stühle, Couch, Schreibtische, Sekretär, Bücherregal, Schränke, Kommoden, Teppiche und Pflanzen.

 

Die Ausstattung ist nicht nur Dekoration. Sie soll tatsächlich genutzt werden. Menschen sollen ausprobieren dürfen, spielen dürfen, lernen dürfen und eigene Ideen entwickeln können.

 

Nach Absprache können einzelne Dinge auch außerhalb des Raumes genutzt oder ausgeliehen werden.

 

 

Angebote und Möglichkeiten

Der Raum der Wünsche ist offen für regelmäßige, spontane und bedarfsorientierte Angebote.

 

Dazu gehören zum Beispiel:

  • Musik:
    Gitarrenunterricht, gemeinsames Musizieren, Ausprobieren von Instrumenten, kleine Jam-Sessions.
  • Spiel und Gemeinschaft:
    Gesellschaftsspiele, Schach, gemeinsames Knobeln, Teamspiele und kreative Spielideen.
  • Bildung und Technik:
    IT-Unterstützung, Webdesign, Computerarbeit, Lernhilfe, digitale Orientierung und praktische Alltagshilfe.
  • Kreativität:
    Gestalten, Schreiben, Ideenentwicklung, Projektarbeit und kreative Experimente.
  • Gespräch und persönliche Entwicklung:
    Deep-Talk, Motivationstraining, persönliche Orientierung, Austausch und stärkende Gespräche.
  • Entspannung und Rückzug:
    Chillen, Lesen, Ruhe, Yoga, kleine Pausen und Zeit zum Durchatmen.

 

Die Angebote entstehen nicht nur aus einem festen Programm, sondern auch aus den Menschen, die den Raum nutzen. Wer Ideen, Fähigkeiten oder Wünsche mitbringt, kann Teil der Weiterentwicklung werden.

 

 

Deep-Talk und Motivationstraining

Ein besonderer Bestandteil des Raumes ist die Möglichkeit für tiefere Gespräche und persönliche Stärkung.

 

Manchmal braucht es keinen offiziellen Beratungstermin, sondern einen Ort, an dem man ernst genommen wird. Einen Ort, an dem man Gedanken sortieren, Motivation finden oder neue Perspektiven entwickeln kann.

 

Im Raum der Wünsche ist Platz für solche Gespräche. Ob als spontaner Austausch, als Deep-Talk oder als Motivationstraining: Im Mittelpunkt steht der Mensch mit seiner aktuellen Situation, seinen Fragen und seinen Möglichkeiten.

Dabei geht es nicht um Therapie, sondern um Zuhören, Ermutigung, Orientierung, Selbstwirksamkeit und neue Handlungsideen.

 

 

Betreuung und Verantwortung

Die Betreuung des Raumes wird durch M!ke Reiche, Mitarbeitende, Vertrauenspersonen und ehrenamtlich engagierte Menschen umgesetzt.

 

Die Aufgabe der Betreuung besteht darin, den Raum zu öffnen, ansprechbar zu sein, Orientierung zu geben, das Miteinander zu begleiten und einen respektvollen Rahmen zu sichern.

Der Raum soll Freiheit ermöglichen, aber keine Beliebigkeit. Damit alle ihn nutzen können, braucht es gegenseitige Rücksicht, achtsamen Umgang mit der Ausstattung und die Bereitschaft, den Ort gemeinsam wertzuschätzen.

 

Die grundlegenden Regeln sind einfach:

– Respekt.
– Rücksichtnahme.
– Achtsamkeit.
– Offenheit.
– Verantwortung für den gemeinsamen Raum.

 

 

Zugang und Öffnungszeiten

Der Zugang zum Raum soll möglichst unkompliziert sein.     

 

Ein offener Kennlerntag findet regelmäßig statt: Dienstag, 13:00 bis 18:00 Uhr

Weitere Zeiten sind nach Vereinbarung möglich.

 

Die Anmeldung kann persönlich, telefonisch oder per E-Mail erfolgen. Ziel ist ein einfacher Zugang ohne unnötige Hürden.

 

 

Kosten und Ressourcen

Der Raum der Wünsche ist niedrigschwellig angelegt und für die Nutzerinnen und Nutzer kostenfrei. Auch Angebote wie Begegnung, Spielen, Musik, Gitarrenunterricht, kreative Nutzung, Deep-Talk, Motivationstraining und weitere Möglichkeiten sollen möglichst ohne finanzielle Hürde zugänglich bleiben.

 

Die Ausstattung wird durch M!ke Reiche und Netzwerkpartner eingebracht. Viele Möglichkeiten entstehen dadurch bereits ohne große Projektkosten. Die Ausstattung bleibt Eigentum der jeweiligen Eigentümerinnen und Eigentümer beziehungsweise Netzwerkpartner.

 

Die laufenden Kosten, einschließlich der Raumnutzungsgebühr, werden derzeit privat getragen. Damit der Raum dauerhaft offen, kostenfrei und entwicklungsfähig bleiben kann, ist jede Form der finanziellen Unterstützung willkommen. Spenden, Fördermittel, Sachunterstützung oder projektbezogene Beiträge helfen direkt dabei, diesen besonderen Ort zu erhalten, weiter auszustatten und für Menschen im Sozialraum nutzbar zu machen.

 

Bei Verlust oder Beschädigung wird verantwortungsvoll und fair geschaut, wie damit umzugehen ist. Im Mittelpunkt steht der Gedanke, den Raum zugänglich, nutzbar und vertrauensvoll zu halten.

 

 

Bedeutung für Gemeinschaft und Sozialraum

Der Raum der Wünsche kann ein wichtiger Ort im lokalen Sozialraum sein.

 

Er verbindet Rückzug, Begegnung, Bildung, Kreativität, Spiel, Musik, Ehrenamt und persönliche Entwicklung. Dadurch entsteht ein Ort, der nicht auf eine einzige Zielgruppe oder ein einziges Angebot reduziert ist.

 

Menschen begegnen sich hier nicht zuerst als Teilnehmende, Klientinnen, Schüler, Ehrenamtliche oder Problemträger. Sie begegnen sich als Menschen.

 

Der Raum bietet keine fertige Antwort auf jede Lebenssituation. Aber er bietet einen Ort, an dem neue Antworten entstehen können.

 

Gerade in einer Zeit, in der viele Menschen Orte der Verbindung, Ruhe und Selbstwirksamkeit brauchen, kann der Raum der Wünsche ein wertvoller Beitrag für Gemeinschaft, Teilhabe und Kultur sein.

 

 

Entwicklungsperspektive

Der Raum der Wünsche ist bewusst entwicklungsfähig angelegt. Er soll nicht starr bleiben, sondern mit den Menschen wachsen, die ihn nutzen und mitgestalten.

 

Neue Angebote können aus Ideen, Wünschen, Fähigkeiten, Kooperationen und Bedarfen entstehen. Der Raum kann sich verändern, ohne seinen Kern zu verlieren.

 

Eine besondere Zukunftsidee ist die Gestaltung und Nutzung des Raumes als gemeinschaftliches Escape-Room-Erlebnis.

Dabei könnte der Raum zeitweise zu einem kreativen Rätsel-, Team- und Erlebnisraum werden. Ein Escape-Room verbindet Spiel, Kommunikation, Logik, Teamarbeit, Fantasie, Bildung und gemeinsames Problemlösen. Menschen lösen zusammen Aufgaben, entdecken Hinweise, verbinden Informationen und erleben gemeinsam eine Geschichte.

 

Ein solches Angebot würde sehr gut zum Raum der Wünsche passen, weil es Kreativität, Gemeinschaft, Denken, Spannung und spielerisches Lernen miteinander verbindet.

 

Perspektivisch könnte dadurch ein besonderes kulturelles und soziales Angebot entstehen, das im Landkreis Elbe-Elster ein eigenes Profil entwickeln kann.

 

 

Der Kern

Der Raum der Wünsche ist kein fertiges Produkt, sondern ein lebendiger Ort.

– Er ist Rückzugsraum.
– Er ist Begegnungsraum.
– Er ist Kreativraum.
– Er ist Spielraum.
– Er ist Lernraum.
– Er ist Möglichkeitsraum.

 

Vor allem aber ist er ein Ort, an dem Menschen willkommen sind.

 

꧁Raum der Wünsche꧂

Ein Ort, an dem Du einfach SEIN darfst